​...ein Visionäres Projekt für eine bessere Zukunft...

...fand im räumlichen Tourismuskonzept (rTEK) keinen Platz...



Liebe IG Mitglieder und Aktionäre, liebe Golfer und Sympathisanten und vor allem liebe Freunde!

Vor fast 7 Jahren, nämlich im Februar 2015 haben wir das erste Mal von einem Golfplatz im Arvenbüel gesprochen. Rolf Temperli stand uns von Anfang an zur Seite und unterstützte uns bei unseren Ideen. Unsere Vision war aber nicht nur ein Golfplatz. Die Idee war, hier oben alles miteinander zu verbinden. Ein neues Fürlegihaus mit einer Reception, einem kleinen Restaurant mit Terrasse. Die Reception sollte im Sommer für den Golfplatz aber auch für den Tennisplatz sein. Eine Infostelle für Wanderer. Im Winter für die Skischule, von wo aus die Billette hätten verkauft werden können, die Vermietung des Eisfeldes für das Eisstockspielen. Umkleideräume und Duschen für Golfer, Langläufer, Wanderer, öffentliche Toiletten für Spaziergänger. Eins hätte das andere ergeben…

Vieles haben wir abgeklärt, lange Gespräche mit allen möglichen Ämtern geführt und unzählige Stunden in dieses Projekt investiert. Ein Schritt hatte den nächsten zur Folge. Beim Kanton waren wir im August 2016 das erste Mal vorstellig geworden und stiessen von Anfang an auf offene Ohren. Wir waren auch immer willkommen, sie nahmen sich Zeit für uns und so weit es möglich war, unterstützten sie uns. Bereits im Frühling 2017 hat der Kanton den Golfplatz provisorisch im Richtplan eingetragen. Das war ein grosser Meilenstein. Auf die darauf folgenden ersten Berichte in der Arvenbüeler Post und in der Ammler Zitig gab es unzählige Reaktionen, Zuspruch und viele boten ihre Hilfe an. Für uns war aber auch klar, dass es ab diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich war, das Projekt alleine voran zu treiben; weder vom zeitlichen Aufwand noch vom Finanziellen. Darum gründeten wir im Oktober 2017 die IG Golfplatz Amden-Arvenbüel.

 

Mit Felix Huber, Andy Wenzel, Urs Füllemann, Ralph Marthaler und mir selbst hatten wir einen starken Vorstand und alle haben ihr Bestes zu der Entwicklung beigetragen. Wir sind Schritt für Schritt gegangen und sind unserem Ziel immer etwas näher gekommen. Regelmässige Sitzungen, Treffen mit Ämtern, Gemeinde, Naturverbänden, Golfplatz-Architek-ten und lange Telefonate waren an der Tagesordnung. Wir haben unzählige Stunden in dieses Projekt investiert.

 

Mit jedem kleinen und grossen Meilenstein wurden auch die Kosten grösser. Darum gründeten wir im Juni 2019 die Golfplatz Amden-Arvenbüel AG. Felix Huber, Rolf Temperli und Jürg Rohner wurden zu den Verwaltungsräten gewählt. Noch am gleichen Abend der Gründungsversammlung durften wir mehr als die Hälfte des mind. benötigten Aktienkapitals zeichnen.

Während dieser ganzen Zeit durfte ich viele, teils sehr einflussreiche Personen kennenlernen. Einige, auch private

Kontakte zum Kanton ebneten uns ab und zu den Weg. Dass der Kanton von Anfang an hinter unserem Projekt stand, sagte und zeigte er uns oft. Bei jedem Treffen in St. Galle kam die Aufforderung an die Gemeinde,  ein Tourismuskonzept zu erarbeiten. Vertreter des Kantons teilten uns immer wieder mit, dass sie ein klares Statement der Gemeinde bräuchten. Leider wurden alle Aufforderungen an die Gemeinde ignoriert. Hätte die Gemeinde Farbe bekennt, auch gegenüber der Bevölkerung, sich klar und bestimmt für das Golfprojekt eingesetzt und einen entsprechenden Antrag an Kanton gestellt, wären die Möglichkeiten des Kantons zur Unterstützung noch viel grösser gewesen.

Die letzten beide Jahre erteilte uns die ENHK jeweils ein negatives Gutachten. Nach dem ersten Gutachten sassen wir sofort mit den Architekten zusammen und entschärften alle Punkte, die Anlass zur Kritik gaben. Trotzdem fiel auch das zweite Gutachten negativ aus. Um nicht der ENHK in den Rücken zu fallen, ernannte der Kanton St. Gallen die Gemeinde Amden letztes Jahr zu einem der drei Tourismus Hauptgebiete. Da der Kanton St. Gallen kein Tourismus Kanton ist, gibt er kein Geld für Tourismus aus. Ausnahmen sind die Hauptgebiet und nur in Zusammenhang mit einem rTEK, einem so genannten räumlichen TourismusEntwickligsKonzept. Die Gemeinde Amden wurde also vom Kanton aufgefordert, zusammen mit der Gemeinde Weesen und dem Tourismus Amden und Weesen das rTEK zu erarbeiten. Begleitet wird dieses von einem kantonalen Projektleiter und der Firma Quant als Standortförderer.

(Die Details zu dem rTEK können auf der Website des Kantons unter S44 Touristische Entwicklungskonzepte, Beherbergung und Resort nachgelesen werden.) 

Touristische Hauptgebiete sind gemäss dem kantonalen Raumkonzept das Obere Toggenburg sowie das Sarganserland und Amden.

Jetzt fast 7 Jahre, 3 Gemeindepräsidenten, ein paar tausend Arbeitsstunden und einen Haufen Geld später, sprach sich die Gemeinde gegen unser Projekt aus. Es brauche zu viel Ressourcen und würde eine zu kleine Gruppe Leute ansprechen, so die Erklärung der Gemeinde Amden.

Am 5. November 2021 wurden an der ausserordentlichen Mitgliederversammlung und ausserordentlichen Generalversammlung die Interessengemeinschaft und die Aktiengesellschaft aufgelöst. Wir glauben, dass die Gemeinde Amden bis heute nicht realisiert habt, dass der Golfplatz «nur» das Aushängeschild gewesen wäre. Er wäre der Anfang gewesen für etwas Grossartiges im Arvenbüel. Eine Win-Win Situation für die ganze Gemeinde. Jeder hätte davon profitieren können, direkt oder indirekt. Es hätte die ganze Region aufgewertet.

Der Grund für die Absage unseres Projekts liegt bestimmt darin, dass sich das Gremium etwas ganz Tolles ausgedacht hat. Wir sind alle sehr gespannt darauf. Sicher haben sie sich etwas ausgedacht, das noch viel grossartiger ist als ein Golfplatz und das die Übernachtungen in Amden viel stärker fördert. Etwas, das die Ferienhäuser und Ferienwohnungen belebt und auch die Bevölkerung davon profitieren kann. Ganz sicher haben sie eine super Alternative zum Golfplatz gefunden.

 

Eines ist auf jeden Fall sicher! Meine Initiative hat mindestens dazu geführt, dass der Kanton gesehen hat, dass hier in Amden etwas gemacht werden muss. Wenn nicht ein Golfplatz, dann sicher etwas anderes, aber bestimmt etwas Einmaliges. Jetzt kommt der Druck vom Kanton!

Ich möchte es nicht versäumen, noch einmal Danke zu sagen! Danke an alle IG Mitglieder, Danke an die Aktionäre, Danke an alle, die an uns geglaubt haben, uns unterstützt haben finanziell und moralisch. Und ein ganz besondere Dank gehört dem Vorstand und dem Verwaltungsrat für seinen unermüdlichen und unentgeltlichen Einsatz für dieses tolle Projekt. "Es isch trotz dem unerwünschte Endi, echt ä tolli Zyt gsi mit eu!"

Herzlichst - Ihre Barbara Rüedi

Initiantin Golfplatz Amden-Arvenbüel